Brass Time – vier Posaunen zu Gast in Gosen




Das derzeit nicht nur der Herbstwind kräftig blasen kann, stellen vier junge Musiker aus Berlin am Samstag, den 14.10.2017 in der Gosener Dorfkirche unter Beweis. Das Posaunenquartett Brass Time ist zu Gast in Gosen. Robert Franke, Martin Frank, Nino Hatter (Tenorposaunen) und Burkhart Jähnig (Bassposaune) spielen ihre Instrumente aus Leidenschaft, von Klassik bis Pop und Jazz, ein Programm, das beste Unterhaltung garantiert. Die Vier haben Spaß am Musizieren und wissen das ihrem Publikum auch zu vermitteln. Sie haben sich bei ihrer musikalischen Arbeit in verschiedenen Ensembles in Berlin kennen und schätzen gelernt und beschlossen, die sich einstellende gemeinsame gute Laune ohne äußere Störungen durch einen Dirigenten zu vertiefen. So gründeten sie im Juni 2013 das Posaunenquartett  Brass Time. In ihren Konzertprogrammen spannen sie einen Bogen von festlicher Bläsermusik aus Renaissance und Barock über klassisch-romantische Werke und Musik der Moderne bis hin zu folkloristischen oder pop-und jazzverwandten Leckerbissen und ergänzen diese durch humorvolle Moderationen.

Das Konzert in Gosen spannt den musikalischen Bogen so auch entsprechend weit, von Franz Schubert, Engelbert Humperdinck und Richard Wagner bis hin zu John Williams und Simon & Garfunkel erklingen bekannte Melodien, allesamt entsprechend arrangiert für die Posaunen des Quartetts.

Das Konzert am 14.10. in der Gosener Dorfkirche beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind herzlich willkommen und dienen der Sanierung des größten Blasinstruments in der Kirche, der historischen Dinse-Orgel.



Stummfilmkonzert



„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Abschlussfest zum 500jährigen Reformationsjubiläum in der Dorfkirche Gosen


Den Satz soll Martin Luther gesagt haben, so ist es überliefert. Und er könnte gut als Motto für die am Samstag, den 4. November in Gosen geplante Abschluss-veranstaltung des Lutherjahres 2017 stehen. Zwar ist umstritten, ob der Reformator den Satz wirklich so gebraucht hat, er steht aber allemal für Gottvertrauen und Zuversicht.



Nachdem sicher viele von uns in den vergangenen Monaten schon interessante Veranstaltungen aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums erlebt haben, möchte der Förderverein Dorfkirche Gosen e.V. und die Kirchengemeinden des erst in diesem Jahr neu gegründeten Pfarrsprengels Oderland-Spree-West noch einmal zu einem besonderen Highlight  zum Abschluss dieses Festjahres in die Gosener Dorfkirche einladen.

Am 4. November 2017, wollen wir nach einem feierlichen Gottesdienst in Gosen neben der Kirche einen Apfelbaum der eigens gezüchteten Sorte „Martin Luther“ pflanzen. (www.martin-luther-apfel.de)

Andreas Pachali, Leiter der Barnimer Baumschulen, gibt einen Ausblick auf die neue Sorte: „Der ‚Martin Luther‘ ist ein klassischer Herbstapfel. Sie dürfen eine gelbe Frucht mit rötlichen Bäckchen und ein edles Aroma erwarten.“



Das Ganze wird vom Posaunenchor Wilhelmshagen musikalisch umrahmt.

Die Idee zur Züchtung dieser neuen Apfelsorte entstand 2009 in den Barnimer Baumschulen in Biesenthal. Die ersten 95 Bäumchen, entsprechend der Anzahl der einst von Luther an der Wittenberger Schlosskirche angeschla-genen Thesen, konnten gegen eine Spende erworben werden. Am 31. Oktober 2017 werden sie in Wittenberg feierlich an die Spender übergeben. Eine schöne Idee, fand auch der Förderverein Dorfkirche Gosen e.V. und erwarb damals eines der Bäumchen, das nun gepflanzt werden soll.



Im Anschluss daran wird die Gosener Kirche zum Kino. Gezeigt wird der deutsche Stummfilm „ Luther“ von Hans Kyser. Der Film entstand 1926 wurde allerdings mehrfach zensiert und daher erst 1928 zum ersten Mal aufgeführt. Er musste sehr aufwendig rekonstruiert werden und konnte erst 3 Tage vor seiner Premiere in der Berliner Passionskirche im Januar 2017 vom Bundesfilmarchiv fertiggestellt werden. Ohne diese auch mit privaten Spenden unterstützte Rekonstruktion wäre der Film wohl für immer verlorengegangen, weil das Filmmaterial im Laufe der Zeit selbst vergeht.

Abschlussfest zum 500jährigen Reformationsjubiläum in der Dorfkirche Gosen
Es ist ein schwarz-weiß Film, der die Auffassungen über Luther aus der Zeit in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts wiedergibt. Durch viele Zwischentitel lässt sich die Handlung gut verfolgen. Sie gibt einen Ausschnitt aus Luthers Leben wieder, von seinem Entschluss Mönch zu werden, über die Pilgerreise nach Rom, den Ablasshandel, den Thesenanschlag in Wittenberg, den Reichstag zu Worms, die Zeit auf der Wartburg als Junker Jörg und Bibelübersetzer bis zur Rückkehr nach Wittenberg. Seine Wirkung auf das Volk und auch umgekehrt wird in mehreren Szenen verdeutlicht, ebenso spielen seine Freunde und Weggefährten eine wichtige Rolle. Wie im Stummfilm üblich, werden die Szenen mimisch und emotional beeindruckend deutlich dargestellt. Es gibt viele wunderbare, charaktervolle Porträtaufnahmen.
Doch damit nicht genug. Als besonderes Highlight wird der Berliner Kinopianist Stephan Graf von Bothmer den Film live auf der Dinse-Orgel der Gosener Kirche begleiten. Er wird der Luther-Auffassung von 1926 eine musikalische Inter-pretation aus unserer Zeit gegenüberstellen. Von Bothmer spielt in seinen Konzerten seine virtuosen Kompositionen perfekt synchron zu den Filmen. Er begeisterte mit seinen spektakulären Stummfilmkonzerten in Theatern und Konzerthäusern auf fünf Kontinenten bereits mehr als 130.000 Zuschauer. 
www.stummfilmkonzerte.de)  
Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Ausnahmekünstler für die Veranstaltung in Gosen gewinnen konnten.



Das Ganze wollen wir, ganz passend zum Film, mit einem Imbiss wie er wohl schon zu Luthers Zeiten hätte aussehen können  umrahmen. Lassen Sie sich überraschen!


Wer möchte, kann sich eine Eintrittskarte für den Film reservieren:



Vorbestellungen bitte bei:

Priska v. Klitzing, Telefon 03362/8413



Der Gottesdienst am 04.11.2017 beginnt voraussichtlich um 14.00 Uhr, danach wird gegen 15.00 Uhr der Luther-Apfelbaum neben der Kirche gepflanzt. Der Film startet dann um 16.30 Uhr.


Wir würden uns freuen, wenn sich am 4. November ganz viele von Ihnen auf den Weg zur Gosener Kirche machen und wir gemeinsam einen wunderschönen Nachmittag erleben!



Thomas Schölzchen,

für den Förderverein Dorfkirche Gosen e.V.

Luthers-Choräle erklingen auf der Königin der Instrumente



Das 500. Reformationsjubiläum befindet sich ja mittlerweile auf der Zielgeraden und kommt jetzt auch in Gosen an
Am Samstag, den 30.09.2017 stehen um 19.00 Uhr Bearbeitungen der Choräle Martin Luthers auf dem Programm des Orgelkonzerts mit „Fahrradkantor“ Martin Schulze aus Frankfurt/Oder, der die historische Dinse-Orgel in der Gosener Dorfkirche zum Klingen bringt.

Der Reformator Martin Luther hat ja im Laufe seines Schaffens auch Einiges zur Kirchenmusik beigetragen. Die Choräle „Ein feste Burg ist unser Gott“ und „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ sind wohl vielen von uns bekannt. Auch „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, ein Weihnachtslied, gehört zu den „Hits“ der Kirchenmusik. Hat es doch sogar der große Bach in seinem Weihnachtsoratorium verarbeitet.

Beim Konzert am Samstag in Gosen stehen Bearbeitungen dieser und anderer Luther-Choräle von Orgelmusik-Komponisten des 19. Jahrhunderts auf dem Programm.

Hans-Friedrich Micheelsen, Max Reger, Christian Fink, Max Drischner und Wilhelm Rudnick haben die bekannten Melodien bearbeitet und uns als wundervolle Orgelkompositionen hinterlassen. Ein Musikgenuss der ganz besonderen Art, nicht nur für Luther-Fans.

Der Eintritt zum Konzert in der Gosener Dorfkirche ist frei, Spenden für die Sanierung der historischen Dinse-Orgel sind wie immer herzlich willkommen!